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Heilpflanzen und Gesundheit

Die Kraft der Heilpflanzen 

 

Gewürz- und Kräuterlexikon

 

Gewürze und Kräuter haben ohne Zweifel eine hohe kulinarische Bedeutung. Richtig dosiert sind sie das i-Tüpfelchen in unseren Gerichten. Sie verfeinern unsere Mahlzeiten, bringen Abwechslung in die Küche und machen unser Essen zum wahren Genuss.

Gewürze und Kräuter haben aber auch nicht zu unterschätzende Gesundheitsaspekte. Aus diesem Grund gehört die Pflanzenheilkunde zu den ältesten Therapien und die Heilkräuter und Heilpflanzen sind seit Altertum bei allen Völkern und auf allen Kontinenten im Einsatz. Mittlerweile gibt es zahlreiche Studien, die die Wirkung der Pflanzen auf unsere Gesundheit bestätigen. 

Sternanis

Wenn man Sternanis sieht oder riecht, erinnert man sich sofort an Weihnachten, an Glühwein und an duftende Leckereien. Der Sternanis heißt auch Chinesischer Anis, weil er schon vor mehr als 2000 Jahren im alten China als Gewürz und als Heilpflanze bekannt war.

Die ätherischen Öle sind die wichtigsten Stoffe. Sie sind z.B in dem Grippe-Medikament Tamiflu enthalten. Somit ist der Sternanis ein hervorragendes Mittel gegen Erkältungen und Nebenhöhlenentzündungen. Die enthaltenen Saponine regen die Bronchialsekretion an und lösen oder verflüssigen die Verschleimungen in der Lunge.

Der Sternanis hat außerdem eine muskelentspannende Wirkung und kann sowohl den Spannungskopfschmerzen als auch den Darmkoliken entgegen wirken.

Weitere positive Eigenschaften des Sternanis:

  • in der indischen Medizin gilt er als ein Potenzmittel, besonders bei den Männern in deren „Wechseljahren“

  • vermindert das prämenstruelle Syndrom

  • steigert die Laktation bei stillenden Müttern

  • hat eine schnelle Wirkung gegen Erkältungsbeschwerden

  • hat sich gegen Blähungen, Atmungs- und Verdauungsbeschwerden bewährt

Bockshornklee

Nicht nur in Indien, auch in Europa ist Bockshornklee seit Langem bekannt. Die Früchte des Bockshornklees erinnern an Ziegenhörner, was dieser Pflanze diesen Namen verleiht. Man nennt ihn aber auch griechisches Heu, weil er nach Heu riecht.

In der indischen Küche verwendet man sowohl die Samen als auch die Blätter, die wie Spinat zubereitet werden. Die Samen sind ein Bestandteil der Curry-Gerichten, exotischen Fischsorten, Chutneys oder von Brotgewürzen.

Anwendung von Bockshornklee:

  • Aufguss mit zerstoßenen Samen verordnet man zur allgemeinen Kräftigung

  • zerstoßene Samen mit etwas Milch aufkochen wirken fiebersenkend

  • Umschläge mit Bockshornklee helfen bei Abszesse, Furunkel, offenen Beinen, Gelenkentzündungen, Ischias-Beschwerden

  • Bockshornklee reguliert den Stoffwechsel und wird bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt

  • Anregung der Milchsekretion

Chili

Chilis sind die kleinsten Vertreter der Paprika-Familie und gehören somit zu der Gattung der Nachtschattengewächse. Es gibt viele Sorten, und jede Sorte unterscheidet sich von der anderen in Aussehen, Größe und Schärfe. Die Menge des Inhaltsstoffes Capsaicin sorgt für die Schärfe der Chili-Sorte, je mehr desto schärfer.

Interessant ist die Tatsache, dass je näher man sich dem Äquator nähert, desto schärfer sind die Gerichte. Die scharfen Stoffe von Chili töten die Krankheitserreger ab.

Zwar verträgt nicht jeder die extreme Schärfe, doch richtig dosiert, bringt Chili positive gesundheitlich Vorteile mit sich. Als Gewürz verwendet,

  • regt Chili den Stoffwechsel und die Verdauung an

  • wirkt antibakteriell

  • regt die Durchblutung an, wärmt und fördert die Schweißbildung

  • lockert die Verspannungen und Muskelkater

  • bessert die rheumatischen und neuralgischen Beschwerden

Wichtig: Nach dem Anfassen einer Chili-Schote unbedingt die Hände waschen!

 Fenchel

Fenchel kommt ursprünglich aus dem Mittelgebiet, wird aber auch in Europa, Asien, Afrika und Südamerika angebaut. Fenchel beinhaltet reichlich ätherische Öle und kann aus diesem Grund als Wunder der Vielfalt bezeichnet werden. Er lässt sich in Bonbons, Zahncreme, Seife, Likör und als Gemüse oder Gewürz verwenden.

Die Samen des Fenchels, es sind eigentlich Früchte der Pflanze, werden in der Küche sehr gerne verwendet und passen ideal zu Pasta, Currys, Grillfleisch, in Brot oder Gebäck. Inder benutzen den Fenchel gern zum Würzen von Hülsenfrüchten, Gemüse-, Lamm- oder Fischcurrys.

Besonders gut wirkt Fenchel:

  • bei Blähungen und Völlegefühl

  • ist ein klassisches Mittel gegen Bauchweh

  • hat antibakterielle Wirkung

  • Fencheltee hat sich bis heute in der Kinderheilkunde wegen seiner entkrampfenden Wirkung bewährt

  • beruhigt die Bronchien und lindert den Husten

  • steigert die Milchproduktion bei stillenden Müttern

  • beruhigt die Nerven und ist gut gegen die Einschlafprobleme

 Kardamom 

Der grüne Kardamom ist eine krautige Pflanze, doch ihr Aroma und ihre Heilwirkung steckt in den Samen, die von einer derben Kapsel behütet sind.

Den Geschmack von Kardamom kann man als scharf-süß, mit einem Hauch von Eukalyptus beschreiben. In der europäischen Bäckerei bereichert Kardamom mit seiner exotischen Note das weihnachtliche Gebäck. Gerade dieses pikante Aroma verfeinert nicht nur Süßspeisen, sondern passt auch hervorragend zu den salzigen Gerichten, Suppen, indischen Gerichten.

Die Inder kochen die zerdrückten Kapseln mit.

Doch Kardamom ist ein Allrounder, weil er auch die Getränke verfeinert und sie bekömmlicher macht, wie z. B. Kaffee oder Tee. Eine Messerspitze von dem Kardamompulver oder eine Kardamomkapsel direkt in die Tasse gibt dem Getränk eine unverwechselbare Note.

Die Heilwirkung von Kardamom kann so zusammenfassen:

  • Kardamom hat eine schleimlösende und antibakterielle Wirkung

  • hilft bei Völlegefühl und aufgeblähtem Bauch, hat also verdauungsfördernde Kräfte

  • regt Magen, Galle und Speicheldrüsen an, mehr Sekret zu bilden

  • ist ein harntreibendes Mittel, beugt Harnwegsleiden vor

  • ist krampflösend und stimmungsaufhellend, was sich bei PMS als hilfreich erweist

  • ist gut gegen Mundgeruch (eine Kapsel zerbeißen und kauen)

Kreuzkümmel

Kreuzkümmel – auch Cumin oder Falafelgewürz genannt – wird schon seit Langem in der Volksheilkunde und Ayurveda eingesetzt.

Kreuzkümmel macht schwer verdauliche Gerichte, z.B. mit Hülsenfrüchten, leichter verdaulich.

Doch nicht nur bei Verdauungsbeschwerden wird Kreuzkümmel eingesetzt, sondern wird auch bei folgenden Beschweren empfohlen:

  • bei Verstopfung, weil es die Darmperistaltik stimuliert

  • bei der Bekämpfung des Darmpilzes (Candida albicans)

  • unterstützt und fördert die Entgiftung

  • hat eine schützende, östrogenähnliche Wirkung auf Knochendichte

  • hilft gegen Mundgeruch

  • bei PMS